WER UNS TRÄGT. Die Mitglieder der Vereinigten fünf Hamburgischen Logen verbindet u.a. das Prinzip weltoffener, toleranter Humanität, die 1795 zur Gründung des Freimaurer Krankenhauses führte.
Die Vereinigten fünf Hamburgischen Logen sind noch heute Träger des Elisabeth Alten- und Pflegeheimes, das eben keine Einrichtung für Freimaurer, sondern für Menschen aller Schichten, Anschauungen und Religionen ist, die im Alter einen Platz brauchen an dem man ihnen mit Respekt, Gemeinschaft und Menschlichkeit begegnet. Übrigens: Die 5 Steine am Eingang unseres Hauses stehen nicht zufällig dort. Sie stehen für den freimaurerischen Begriff des rauhen Steins“ – ein Sinnbild für die ständige Arbeit an sich selbst.

ZUR FREIMAUREREI: "VERSCHWÖRUNG" ZUM GUTEN

Seit dem Auftreten der modernen Freimaurerei in der Öffentlichkeit vor über 250 Jahren, wird sie argwöhnisch beobachtet und leider viel zu oft als geheimnisvolle Organisation bezeichnet. Doch was steckt dahinter? Welche Ideen? Welche Philosophien? Diese auf wenige Zeilen zusammen zu fassen, ist fast unmöglich - wir möchten Ihnen aber hier trotzdem einen kleinen Einblick über den Bund und seine vermeintliche vielen Geheimnisse geben.

WAHRE BAUMEISTER

Die Bauhütten der Gotik waren eine Organisation im Sinne eines Werkstattverbandes, in der sich neben dem Werkmeister auch die verschiedenen Handwerker wie Maurer, Steinmetz, Zimmermann, Schmied und Glaser miteinander zusammen fanden. Sie alle verband das damals geheime Wissen von Architektur, Statik und Materialkunde, die es brauchte um beeindruckenden Kirchen, Dome und Kathedralen bauen zu können.
Sie waren keinem König oder Zunftordnung untertan und reisten als freie Männer durch Europa. Sie alle verband nur der Eid gegenüber anderen Freimaurern, die Geheimnisse der Baukunst niemals zu verraten. Ein System von geheimen Wörtern, Symbolen und Handgriffen half sich untereinander auszuweisen. Durch die ständige Beschäftigung mit Mathematik und Chemie entstanden freie Geister, die sich nicht unter eine "gottgewollte" Hierarchie stellen wollten. Für sie standen nur die persönlichen Fähigkeiten des einzelnen Menschen im Vordergrund und galten als Bewertungsgrundlage.
Trotz ihrer Nähe zur katholischen Kirche, wurden sie als Gefahr für das starre und hierarchische System des Mittelalters angesehen. Die Abschottung gegenüber der Gesellschaft war daher auch Schutz vor Inquisition und Standesdünkel. Nur in den Bauhütten galt das Wort des freien Mannes, nur hier konnten sie gefahrlos ihre Gedanken austauschen. Die Bauhütten (vom englischen Begriff für Hütte auch Lodges bzw. Logen genannt) wurden zum Schutzraum für Außenstehende, um Philosophien über Staat und Gesellschaft miteinander zu teilen.

DER RAUHE STEIN

Mit der beginnenden Aufklärung, der klaren Trennung zwischen Staat und Kirche und der Idee der individuellen Freiheit des Einzelnen, bestanden die ehemaligen Logen kaum noch aus Maurern und Steinmetzen. Damit veränderte sich auch das Tätigkeitsfeld. Es ging nicht mehr vordergründig um das Errichten von spektakulären Bauwerken, sondern viel mehr um das Zusammenleben der Menschen untereinander.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die moderne Freimaurerei hat seit 250 Jahren das gleiche Ziel: die Menschheit zu ändern, in dem sich jeder einzelne ändert. Ein zentrales Element der Freimaurerei ist die Arbeit des Einzelnen an sich selbst.

 
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